Hufgeschwür

Bei einem Hufgeschwür (Hornmazeration) handelt es sich um eine Entzündung im Huf. Bereits ein unentdeckter, eingetretener Stein kann schon die Ursache für ein Geschwür sein. Ein Hufgeschwür übt von innen heraus Druck auf den Huf aus. Wenn dann die Huflederhaut durch Druck überreizt wird, kann es in der Folge zu eitrigen Entzündungen kommen, also zu Hufgeschwüren. Hufgeschwüre können sich auch zu Hufabszessen entwickeln, wenn eine Sepsis (bakterielle Entzündung) der eröffneten Hufbereiche auftritt. Starke Lahmheit ist die Folge. Die Ursachen für das Auftreten von Hufgeschwüren liegen meistens in einer unphysiologischen Belastung des Hufes, also einem Missverhältnis von Belastung und Belastungsfähigkeit.

Abhilfe erfolgt wie beim Abszess durch ein punktuelles Einschneiden in den Huf, so dass der sich innen gebildete Eiter abfließen kann. Wenn der Druck nachlässt, lässt auch der Schmerz nach. Ebenfalls kann der Huf auch mittels eines Hufbades aufgeweicht werden, um so eine Öffnung des Geschwüres herbeizuführen. Anschließend kann wieder ein Hufverband mit einem Antiseptikum angelegt werden, um die Krankheitserreger zu dezimieren. In manchen Fällen muss der Eiter auch oben aus dem Kronrand herauseitern. Dies kann durch Verwendung von Zugsalbe oder Leinsamen erreicht werden.

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Liste der Hufkrankheiten – Wikipedia