Die Zeckensaison hat begonnen!

Die parasitär lebende Zecke ist weltweit verbreitet. Zecken ernähren sich vom Blut verschiedenster Wirbeltiere und müssen dazu mit ihrem hochentwickelten Stechapparat durch die Haut des Wirtes. Die scherenartigen Mundwerkzeuge (Cheliceren) reißen die Haut des Wirtes auf und graben mit ihrem „Stachel“ (Hypostom) eine Grube in das Gewebe, welches sich an der Stichstelle mit Blut füllt. Nachfließendes Blut wird dabei immer wieder abgesaugt.

Dabei kann sie als Überträger von Krankheitserregern auf Mensch und Tier erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen. Zecken können die verschiedensten Erreger beherbergen und diese durch Stiche übertragen. Neben dem FSME-Virus und den Borreliose-Bakterien können weitere Krankheitserreger übertragen werden:

  • Borreliose (Bakterien können das Nervensystem, Gelenke, Organe sowie das Gewebe befallen, kann gut mit Antibiotika behandelt werden, sonst u.U. irreparable Langzeitschäden, Impfung für Hunde möglich, beim Menschen keine Impfung möglich!)
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis -FSME- (kann zu Entzündung der Hirnhaut, des Gehirns und/oder des Rückenmarks führen, kann tödlich enden, ist nicht ursächlich behandelbar, Impfung beim Menschen möglich, beim Hund jedoch nicht!)
  • Babesiose „Hundemalaria“ (überwiegend in den Regionen am Mittelmeer, beim Menschen allerdings selten, bei Rindern und Hunden häufiger)
  • Anaplasmose (Infektion beim Menschen selten, bei Hunden häufiger, kann gut mit Antibiotika behandelt werden)
  • Ehrlichiose (wird von Bakterien „Ehrlichien“ verursacht, Infektion bei Menschen sowie Tieren)

  • Rickettsiose -Fleckfieber- (überwiegend in den Regionen am Mittelmeer, Infektion bei Menschen sowie Tieren)

  • Krim-Kongo-Fieber (bisher bisher in Südosteuropa (z. B. Schwarzmeerküste), Asien, Afrika, bei jedem Zweiten verläuft die Krankheit tödlich, Infektion bei Tieren sowie Menschen)

 

Hunde und Zecken

Die wichtigsten von Zecken übertragenen Krankheiten beim Hund sind: Borreliose, Anaplasmose, FSME, Babesiose, Ehrlichose. Zecken sind hartnäckig und widerstandsfähig. Ein Schutz wirkt oft gleichzeitig gegen Flöhe und andere Parasiten. Die Zahl der Zeckenmittel für Hunde ist unüberschaubar. Allerdings nicht jedes Präparat wirkt gleich gut oder ist für jeden Hund gleichermaßen geeignet. Je breiter der Schutz eines Mittels, umso praktischer ist die Parasitenkontrolle für den Tierhalter. Und der Hund muss es natürlich gut vertragen können! Zusätzlich zu einer Borreliose-Impfung kann ein Hundehalter verschiedenste Produkte auf das Fell auftragen oder auch eine Bernsteinkette oder andere Zeckenhalsbänder (z.B. Preventic) um den Hals legen, die aufgrund der elektrischen Effekte jede Zecke in der Umgebung vertreiben soll. Spot-on-Präparate (z.B. FRONTLINE, Advantix) werden auf das Fell aufgetragen und vertreiben die Zecken bzw. töten diese ab. Neuartige Kautabletten verfolgen einen neuen Ansatz im Zeckenschutz beim Hund. Ihr Wirkstoff erlaubt Schmusen und Kuscheln auch direkt nach der Behandlung, da die Kautabletten von innen wirken und keine Spuren im Fell hinterlassen.

Nach der Entfernung einer Zecke mit Zange oder Pinzette sollte der betroffene Bereich rein vorsorglich auch einmal mit PES Proform Hygiene-Fellspray eingesprüht werden, damit keine Erreger übrigbleiben und die Stelle sich nicht entzündet (im Bereich des Kopfes nicht sprühen, sondern ein Q-Tip einsprühen, dann die Stelle reinigen!).

Pferde und Zecken

Auch beim Pferd kommt es schnell zu einer Infektion durch Zecken. Hier ist die häufigste Krankheit die Borreliose. Die Borreliose ist beim Pferd schwer zu diagnostizieren, doch Lahmen, humpeln oder entzündete Gelenke können deutliche Hinweise auf eine Infektionskrankheit sein. Die eigentliche Krankheit kann Tage, aber auch Monate nach der Infektion ausbrechen. Behandelt wird mit einem Antibiotikum über mehrere Wochen. Seit Kurzem ist zudem eine Borreliose-Impfung auch für Pferde erhältlich. FSME tritt bei Pferden vergleichsweise selten auf. Bricht jedoch die Krankheit aus, verläuft sie meist schwer und endet häufig mit dem Tod des Tieres. Neben Fieber, Fressunlust, Schreckhaftigkeit und Zähneknirschen können starke neurologische Störungen bis hin zu Krampfanfällen beobachtet werden. Im Gegensatz zum Menschen gibt es bislang keine Impfung gegen FSME für Pferde. Ebenfalls können Pferde durch Zecken mit Anaplasmose infiziert werden. Wie bei der Borreliose lösen Anaplasmose-Bakterien unspezifische Symptome aus: Fieber, Antriebslosigkeit, geschwollene Lymphknoten und eine gelbliche Verfärbung der Schleimhäute. Anaplasmose kann dann mit Antibiotika behandelt werden.

Neben der Borreliose-Impfung besteht der beste Zeckenschutz für Pferde darin, Zeckenstiche zu vermeiden, bzw. das Fell regelmäßig gründlich nach Zecken abzusuchen. Wie beim Hund sollte nach dem vorsichtigen Entfernen der Zecke die Einstichstelle mit einem geeigneten Mittel desinfiziert werden, z.B. mit PES Proform Hygiene-Fellspray.

 

Weitergehende Infos:


zecken.de  unter: www.zecken.de/de

Parasitenportal  unter: www.parasitenportal.de/zecken/

Test Anti-Zeckenmittel unter: tv.parasitosen.com/ (Sendung HundKatzeMaus vom 05.06.2010)

Zeckenschutz für Hunde unter:
www.deine-tierwelt.de/magazin/zeckenschutz-fuer-hunde-spot-on-praeparate/

 

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